"10,5cm Flak (8 Geschütze) der Bismarck im Maßstab 1:100"

von Heinrich Knipp:

Besonderheit: Steuerung mit Flexinol !

Die 100µ FLEXINOL-Drähte mit der Rollenumlenkung sind auf den Bildern ganz gut zu sehen. Die ebenfalls auf die Rohrbetätigungsachse wirkende Rückholfeder ist auch gut zu sehen. Alle Teile sind allerdings noch nicht fertig lackiert. In meiner Konstruktion ist ein gewisses Trägheitsmoment zu beobachten. Das gilt für die "Erwärmungsphase" des Drahtes einschließlich seiner Umlenkrollen genauso wie für die "Abkühlphase". Nach längerem Betrieb in erhöhter Rohrposition braucht es schon ca. 1Min bis das Rohrsystem wieder endgültig in seiner ursprünglichen Ausgangslage ist. Als ich das gelernt hatte war die Dimensionierung und Einstellung der Rückholfeder weniger problematisch. Meine neu entwickelte Betätigungselektronik schaltet einen Konstantstrom von 290mA zu. Die aktive Drahtlänge des 100µ Drahtes beträgt 90mm. Bedingt durch die Umlenkrollen ist hier allerdings ein Wegverlust zu kalkulieren (der Draht kann sich im Bereich der Rollen nur schlecht und verzögert erwärmen). Nach ca. 6s ist die maximale Rohrerhöhung in etwa erreicht. Danach wird der Konstantstrom automatisch auf 145mA reduziert und das Rohrsystem bleibt in der zuvor eingenommenen erhöhten Position. Mit diesem Strom kann der Muskeldraht dauerhaft betrieben werden. Bei einem Betrieb über mehrere Minuten erwärmt sich das gesamte System bis zu seinem eingeschwungenen Zustand. Dieser dürfte nach meinen Messungen bei ca. 35°- 40°C Drahttemperatur liegen. Nach längerem Stromfluss dauert die Rückholphase über die Feder etwas länger, da sich auch die Umlenkrollen und darüber hinaus die gesamte Geschützbasis erwärmt hat und entsprechend abkühlen muss. Die Anordnung funktioniert jetzt absolut zufriedenstellend.

Das Bild (6068) zeigt den Größenvergleich Streichholz mit mm-Papier des Typs C33 . Hier ist die Geschützverkleidung abgenommenen .