Es gibt viele Möglichkeiten, die Anlenkung vom Servo zur Vorderachse zu realisieren.

Hier ein paar Beispiele:

Diese Lösung für die Allradantriebe ist sicher nicht die Allerbeste, dafür funktioniert sie.

Ein Kunde hatte uns ein Modell geschickt, mit der Bitte um Hilfe bei der Erstellung der Anlenkung. Die Vorgabe war: "Keine Veränderungen am Servo":

Das Servohorn wird auf ca. 1.4 mm aufgebohrt, und ein MS-Röhrchen Ø0.8/1.4 mm eingeklebt. Der Umlenkhebel wird so an das Chassis geschraubt, daß er freigängig aber mit möglichst wenig Spiel bewegt werden kann.
 
 
 
Selbst wenn das Gestänge nach oben etwas rutscht, weiter als bis zur unteren Chassisfläche kommt es nicht ..
 
 
Das Gestänge Servo - Umlenkhebel wird aus 0.8 mm Federstahl gebogen (auf 90° Winkel achten !)
 
 
Die Anlenkung vom Umlenkhebel zum Achsschenkel wird aus 0.5 MS-Draht gebogen. Am Umlenkebel wird ein "Öhrchen" gebogen, sodaß es sich in jeder Richtung frei bewegen kann.
 
 
Das Gestänge wird von Unten jeweils in Röhrchen des Servohorns und in das äußerste Loch des Umlenkhebels gesteckt. So ergibt sich eine einfache, aber recht spielfreie Anlenkung.
 

Und hier ein paar gefundene Vertreter, oder wie, man es auch machen kann. Jede dieser Lösungen hat ihre Vorteile und (leider) auch manchmal Nachteile ....
 
Diese Lösungen basieren auf einer mehrfachen Umlenkung. Das hat den Vorteil, daß man auch bei sehr langem Radstand das Servo so platzieren kann, wie man es für richtig hält. Einziger kleiner Nachteil: Es ist sehr aufwändig das Ganze spielfrei zu bekommen. Also eher eine Lösung für schnellere Fahrzeuge, weniger für Trial geeignet.
 
 
 
   
   
 
 
 
Bei den folgenden Lösungen wird nur einmal umgelenkt, das Servo sitzt meist nicht genau in der Mitte, hier muß man aufpassen, daß das Fahrzeug beim Einlenken sich nicht zwangsweise in die "Kurve legt ..."
 
 
 
   
 
 
 
Die folgenden Lösungen zählen zu meinen persönlichen Favoriten, und funktionieren ganz hervorragend, solange der Federweg begrenzt wird. Das Servo sitzt in der Mitte der Achse und das Ruderhorn wird mit einem Langloch versehen.
 
 
 
 
 
 
Das ist eine ganz besondere Lösung. Man beachte, daß der Zapfen am Servohorn in der Öse der Spurstange gleiten kann. Nahezu spielfrei, und für sehr hohe Federwege geeignet.
 
 
 
Hier ein Vertreter der seltenen Doppellenkachsen. Hier eine vernünftige Geometrie zu finden, ist eine wahnsinnige Kniffelei
 

© Peter Stöhr - MikroModellBau.De, 20.06.2009